Der Weg bleibt steinig

Wer bin ich? Wer ist noch hier? Was hindert mich daran normal zu essen? Was steckt hinter meiner Essstörung?

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Flyari
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Der Weg bleibt steinig

Beitragvon Flyari » Di 5. Sep 2017, 21:38

Hallo ihr Lieben,

ich habe lange nichts mehr hier geschrieben und befinde mich gerade irgendwo "Dazwischen" und das ist ein irgendwie sehr ungutes und unbefriedigendes Gefühl. Jeden Tag kämpfe ich aufs Neue und versuche der kleinen inneren Stimme den Gar auszumachen und ihr zu sagen, dass ich sie nicht mehr brauche. Trotz allem lässt sie mich einfach nie in Ruhe. Vielleicht will ich auch gar nicht, dass sie mich in Ruhe lässt...?
Ich verstehe mich manchmal selbst nicht mehr. Auf kognitiver Ebene weiß ich, dass ich was "Doofes" tue, wenn ich mich übergebe, wenn ich Essanfälle habe, restriktiv esse etc. und trotz allem schaff ich den Weg aus diesem elenden Teufelskreis nicht heraus.
Geht es vielleicht jemandem ähnlich?
Ich weiß gar nicht, was ich noch arbeiten oder ändern soll, wo ich noch ansetzen soll und langsam bin ich wirklich sehr hoffnungslos. Das ewige Steh-auf-Männchen ist so dermaßen ausser Puste und dagegenrudern ist manchmal so viel anstrengender als das Nachgeben.
Will ich vielleicht gar nicht gesund werden oder ist es mittlerweile einfach alles so chronifiziert? Ich finde einfach keine Erklärung und die Suche nimmt einfach kein Ende, warum ich so sehr festhalte.

Musste dem einfach gerade mal etwas Luft und Raum schaffen, da ich gerade einfach nicht weiß wohin damit.
Liebste Grüße Fly

Mi_Suerte
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Re: Der Weg bleibt steinig

Beitragvon Mi_Suerte » Mi 6. Sep 2017, 20:07

Hallo liebe Fly,
ich bin der Meinung, dass du schon gesund werden möchtest, ich kannte dieses hin- und hergerissene von meiner Zeit, aber dass du hier geschrieben hast, finde ich ein deutliches Signal an deine ES. Auch deine Sorge bzgl. der Chronifizierung möchte ich dir sagen, dass man es trotzdem schaffen kann.
Während meiner Therapie habe ich auch mit den Anteilen gearbeitet und mein Ziel war es den ES-Anteil los zu werden, aber ich musste merken, dass es der falsche Weg ist, er hat Jahrzehnte ja "gute" Dienste geleistet, auch wenn man sich als "doof" bezeichnet, hat es trotzdem eine Funktion und so habe ich nicht mehr versucht diesen Anteil loszuwerden, sondern zu integrieren, geguckt, wie ich mit ihm Frieden schließen kann, aber trotzdem meinen Weg zur Gesundheit gehen kann.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man zu sich selbst sehr streng ist und für das verurteilt was man da macht, aber man macht es ja nicht aus Spaß, sondern die ES hat ja eine Funktion, auch wenn man es nicht auf dem ersten Blick sieht.
Bist du in Therapie?
HG Mi_Suerte

Flyari
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Re: Der Weg bleibt steinig

Beitragvon Flyari » Mi 6. Sep 2017, 23:53

Liebe Mi_Suerte,

danke für deine Antwort. Vielleicht sollte ich mal in diese Richtung weiterdenken, die du da beschreibst.
Ja, ich bin in Therapie, aber ich habe leider nur noch ein paar wenige Stunden und dann ist vermutlich Schluss...
und ich habe auch das Gefühl das stagniert da gerade, wie es sonst auch immer war, da ich das Gefühl habe selbst meine Therapeutin scheitert an mir/mit mir. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll...

Beste Grüße Fly


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